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Einar Schläfe, Selbstbildnis, 1979, Deckfarbe und Kreide auf Zeitungspapier, FotEinar Schleef, Tabledance II, New York, Ende 80er Jahre Deckfarbe auf Karton, FoDie „Brücke”-Maler: Erich Heckel, Zwei Mädchen am Wasser, 1910, Öl auf Pappe SamDie „Brücke”-Maler: Karl Schmidt-Rottluff, Rote Düne, 1913, Öl auf Leinwand, Sam

Einar Schleef. Ich bin ein anderer in mir

Lebensorte. Zeichnungen. Zum 10. Todestag des Künstlers.

Friedemann-Bach-Platz 5, D-06108 Halle (Saale)
Einar Schleef (1944–2001) war ein ruheloser Künstler. Er hat sich die Orte, an denen er lebte, nie ausgesucht. Er ging dorthin, wo er die besten Arbeitsmöglichkeiten fand, und er ging wieder weg, wenn er sie beeinträchtigt sah. Trotz der verschiedenen Handlungsräume und Schaffenssphären zwischen Text, Bild und Inszenierung hat Schleef nie aufgehört zu zeichnen. So finden sich im Bildernachlass überall Reflexe auf Lebensstationen wie Berlin, Frankfurt, die USA oder Dänemark. Ihr Charakter wandelt sich unterwegs von motivischer Ortsgebundenheit zu Formen innerster Selbstreflexion. Die Stiftung Moritzburg präsentiert, um den Künstler 10 Jahre nach seinem Tod erneut zu würdigen, Arbeiten auf Papier, die diesen Lebensweg beschreiben und zugleich in alle Richtungen des Gesamtwerks weisen.

bis 15. Januar 2012

Die „Brücke“-Maler.

Gemälde aus sechs Jahrzehnten. Sammlung Hermann Gerlinger. Mit der 1905 in Dresden gegründeten KG „Brücke“ etablierte sich die erste deutsche Avantgardebewegung von europäischem Rang im 20. Jahrhundert. Das spezifische Programm des Sammlers erlaubt, die Malerei der „Brücke“-Maler von den Anfängen der Künstlergruppe über die Suche nach einer eigenständigen Bildsprache bis in das Spätwerk der einzelnen Künstler zu verfolgen. Die Ausstellung, in der das erste Mal alle Gemälde der Sammlung Hermann Gerlinger vereint sind, verspricht neben dem ästhetischen Genuss auch erhellende Einblicke in sonst oft verborgene Werkzusammenhänge und künstlerische Dialogbeziehungen zwischen den Malern.

bis 22. Januar 2012

Informationen

Stiftung Moritzburg

Friedemann-Bach-Platz 5, D-06108 Halle (Saale)

Di 10–19 Uhr, Mi–So 10–18 Uhr

www.kunstmuseum-moritzburg.de

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