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Eine romantische Reise mit Schubert

Vom 11. bis 13. Mai 2012 finden auf Burg Namedy die Andernacher Musiktage statt und stehen unter dem Motto einer „Reise mit Schubert“. Das Xyrion-Trio, das seit ­Jahren erfolg- und abwechslungsreich für das Programm verantwortlich ist, wird mit Unterstützung des Alinde-Quartetts und weiterer Solisten in vier Konzerten an drei ­Tagen mit Schuberts Werken die Zuhörer auf eine fantasievolle Reise mitnehmen.

Burg Namedy, D-56626 Andernach

Besonders als Komponist der kleinen lyrischen Form war Franz Schubert schon zu Lebzeiten bekannt geworden, gilt mit seinen über 600 Liedern neben Beethoven als Begründer der romantischen Musik im deutschsprachigen Raum und beeinflusste damit auch viele spätere Komponisten, wie etwa Mendelssohn Bartholdy und Schumann. Im Programm der Andernacher Musiktage wird besonders dieser kleinen, aber feinen Form des Kunstlieds und deren berühmtestem Komponisten, Schubert, Aufmerksamkeit geschenkt.

Liedern und verschiedenen Instrumenten wird auf Burg Namedy dann auch das festliche Finale gewidmet sein, das von der Sop­ranistin Anna Lucia Richter in ein klingendes Erlebnis verwandelt wird.

Aber beginnen wir am Anfang: Mit dem Rondo brillant wird das Xyrion-Trio im traditionell bis auf den letzten Platz ausverkauften Eröffnungskonzert am Klavier und der Violine brillieren.

Die Arpeggione-Sonate, umgeschrieben auf das Cello mit Klavier, wird gefolgt vom Trio für Klavier, Violine und Violoncello in Es-Dur, sodass das Xyrion-Trio auch gemeinsam auf der Bühne seine Virtuosität beweisen kann.

Die Fantasie für Violine und Klavier wird uns auch am Samstag mit dem Kunstlied willkommen heißen: „Sei mir gegrüßt“.

Von der Ahnung seines nahenden Todes gedrängt, komponierte Franz Schubert unentwegt. Unter anderem schrieb er sein berühmtes Streichquartett Der Tod und das Mädchen, das ebenso am Samstag noch nach dem Adagio und Rondo concertante für Klavierquartett F-Dur auf dem Programm steht.

Der Tod und die Jugend sind ein Thema, das Künstler immer wieder beschäftigte. Bei Schubert bildete es zudem die Überschrift seines kurzen Lebens und seiner letzten Schaffensperiode, in der er 1824 ebendieses Streichquartett Nr. 14 in d-Moll aus dem gleichnamigen Kunstlied entwickelte.

Abermals im Krankenhaus und schwer erkrankt, beginnt Schubert 1827 die Arbeit an einem seiner großen Liederzyklen, der Winterreise. Mit Texten von Wilhelm Müller zählt diese Zusammenstellung von Kunstliedern zu den Höhepunkten der Gattung der Liedliteratur und ist Prüfstein für viele Interpreten. Am Sonntagvormittag wird die Sopranistin Anna Lucia Richter mit uns zu einer schönen und trotzdem dunklen Winterreise aufbrechen.

Wie auch im letzten Jahr gehen die Andernacher Musiktage eine Verbindung mit einer anderen Gattung der Künste ein. Letztes Jahr war es mit Hannelore Hogers Rezitationen die Literatur, in diesem Jahr wird der Einfluss Schuberts auf die bildende Kunst Teil der Musiktage sein und die Ausstellung Winterreise von Reinhard Rakow am 11. Mai mit einer Vernissage eröffnet und während der Musiktage zu besichtigen sein.

Der Hirt auf dem Felsen holt als Finale noch einmal alle Akteure an Klarinette, Klavier, fünf Streicher und den Sopran auf die Bühne und verspricht einen romantischen und krönenden Abschluss der Andernacher Musiktage auf Burg Namedy im Mai 2012.

Die Andernacher Musiktage auf Burg Namedy stehen unter der Gesamtleitung von Heide Prinzessin von Hohenzollern.

11. bis 13. Mai 2012

Informationen

Details ab Januar 2012:

Tel. +49 (0) 26 32/48 6 25

info@burg-namedy.de

www.andernacher-musiktage.de

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