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Mythos.Menschen.Metropole.

Bis vor nicht allzu langer Zeit war das Ruhrgebiet ein Geheimtipp für Freunde der Industriekultur und anderer spektakulärer Hinterlassenschaften der sich massiv zurückziehenden Schwerindustrie. Ehemalige Zechen, Hochöfen und Gasspeicher wurden erhalten und haben einen extremen Daseinswandel durchlaufen. Heute sind diese Orte oftmals Spielstätten spektakulärer Kunst- und Kulturangebote.

Besonders eindrucksvoll lässt sich dieser Wandel bei der jährlich stattfindenden ­ExtraSchicht erfahren. Am 30. Juni 2012 setzt die „Nacht der Industriekultur“ wieder ehemalige Industrieanlagen und ak­tuelle Produktionsstätten in Szene. Gasometer, Kokereien, Zechen und Halden werden zur eindrucksvollen Kulisse für Inszenierungen internationaler Künstler. Mehr als 150 000 Besucher legen Jahr für Jahr ihre persönliche Extraschicht ein und reisen von 18 bis 2 Uhr früh mit Shuttlebussen von Spielort zu Spielort. Bei Straßentheater, Musik, Artistik, Tanz und Lichtinstallationen lassen sie sich vom Charme der Metropole Ruhr verzaubern.

Doch nicht nur malerisch in Szene gesetzte Industriearchitektur gibt es hier zu bestaunen. Die Museumslandschaft der Metropole Ruhr bietet eine außergewöhnliche Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst. Anlässlich der Kulturhauptstadt RUHR.2010 haben sich die 20 Kunst­museen des Ruhrgebiets zum Netzwerk RuhrKunstMuseen zusammengeschlossen und präsentieren seither ihre Sammlungen als Gesamtheit. Nach der gemeinschaft­lichen Ausstellungsreihe Mapping the Region und dem Kunstvermittlungsprogramm Collection Tours im letzten Jahr sind alle Häuser auch in Zukunft miteinander verknüpft. Sie kommunizieren in einer Broschüre Vorschläge für Museumstouren und bieten den Besuchern so die Möglichkeit, die Museumslandschaft Ruhr zu erfahren. Mitte November werden an einem Wochenende die Meisterwerke der RuhrKunstMuseen präsentiert. Am 12. und 13. November stehen in allen Museen die Sammlungs-Highlights im Vordergrund und werden mit einem vielfältigen Führungsprogramm vorgestellt.

Von Duisburg bis Hamm, von Hagen bis Marl erstreckt sich über 15 Städte das zusammenhängende Netz von hochkarätigen Sammlungen, untergebracht in Industriebauten, Schlössern, herausragenden Architekturen der Nachkriegsjahrzehnte und spektakulären Neubauten. Eine Kunstreise zu den Museen ist auch ein repräsentativer Streifzug durch die Baukultur des Ruhr­gebiets. Entdecken Sie zum Beispiel das Essener Museum Folkwang, das Mu­seum Ostwall im Dortmunder U, die drei Duisburger Häuser – Museum DKM, Museum Küppersmühle und LehmbruckMuseum – oder das Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna.

Neben der Vielzahl von Museen sorgen Musical- und Varietétheater sowie kleine Kabarettbühnen das ganze Jahr über für Unterhaltung. Über die Grenzen hinaus bekannt sind die großen Festivals der Region, zum Beispiel das internationale Thea­terfestival der Region, die Ruhrfestspiele, deren zent­rales Motiv es ist, Fremdsein abzu­bauen und Kunstformen, Sprachen und Kulturen zusammenzuführen. Hauptspielort der Inszenierungen namhafter europäischer Ensembles und Theatergruppen ist das Ruhrfestspielhaus in Recklinghausen.

Die Ruhrtriennale ist das internationale Festival der Künste in der Metropole Ruhr. Die Schauplätze der Ruhrtriennale sind die herausragenden Industriedenk­mäler der Region, die im Rahmen des Festivals jedes Jahr in spektakuläre Aufführungsorte für Musik, Theater, Literatur, Tanz und Bildende Kunst verwandelt werden. Das erste Jahr unter der neuen künstlerischen Leitung des Komponisten und Theatermachers Heiner Goebbels verspricht „Kunst als Erfahrung“! Vom 17. bis 30. September 2012 präsentiert die Ruhrtriennale zahlreiche internationale Künstler und Produktionen auf hohem künstlerischem Niveau. So inszeniert der aus Samoa stammende Choreograph und Performance-Künstler Lemi Ponifasio die selten gespielte Oper Prometheus von Carl Orff und Heiner Goebbels wird eine neue eigene Musiktheater-Produktion mit dem weltweit berühmten Mädchenchor Carmina Slovenica aus Maribor vorstellen.

Musikerlebnisse der Extraklasse erleben Sie jeden Sommer für etwa drei Monate an unterschiedlichen, nicht nur akustisch interessanten Orten der Metropole Ruhr. Im Rahmen des Klavier-Festivals Ruhr bezaubern international bekannte Pianisten und Nachwuchskünstler mit ihrem virtuosen Spiel. Klassik und Jazz, Recitals, Kammer- und Orchesterkonzerte, Meisterkurse und Liederabende spiegeln das außerordentlich facettenreiche Konzertangebot des Klavier-Festivals Ruhr. Es vergibt in jedem Jahr Kompositionsaufträge; in den letzten Jahren wurden so über 85 neue Werke uraufgeführt.

Die Tage alter Musik in Herne sind zwar ein kleines Festival, haben sich aber mittlerweile zu einem Ereignis entwickelt, das weit über die nationalen Grenzen hinaus bekannt ist. Schon seit 1976 treffen einan­der hier einmal im Jahr Instrumenten­bauer, Wissenschaftler und Liebhaber der alten Musik. Im Mittelpunkt der Instrumentenmesse (Ausstellung und Verkauf) stehen hochwertige Blas- und Saiteninstrumente, im Symposium geht es um regionale Traditionen des Cembalobaus. Das alljährlich wechselnde Motto der dazugehörigen Konzertreihe lautet in diesem Jahr „Alter Ego“. Spielorte sind vom 10. bis 13. November 2011 das Kulturzentrum, die Künstlerzeche Unser Fritz und die Akademie Mont-Cenisin Herne.

Dies ist nur ein kleiner, ausgesuchter Teil hochkarätiger Museen und anspruchsvoller Kulturveranstaltungen, die der Metropole Ruhr 2010 den Titel „Kulturhauptstadt Europas“ einbrachten. Eine Region, die sich ständig neu erfindet und in der es immer viel zu erleben gibt. Denn langweilig wird es in der Metropole Ruhr bestimmt nicht.

Informationen

Alle Informationen zu den umfangreichen Kunst- und Kulturangeboten der RuhrKunstMuseen: www.ruhrkunstmuseen.de

www.ruhr2010.de

Die Broschüre der RuhrKunstMuseen und viele weitere Informationen downloaden oder bestellen:

www.ruhr-tourismus.de

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