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aus Ingrid Godon, Großvater, Kleinvater, Titel, Carlsen Verlagaus Linda de Haan und Stern Nijland, König und König,aus Nikolaus Neidelbach, albert faner fast alleinaus Shaun Tan, Die Fundsache, Carlsen Verlag, 2009aus Shaun Tan, Ein neues Land, Titel, 2006, 2008aus Wilhelm Busch, Max und Moritz, Faksimile der HandschriftShaun Tan Portrait, foto privat

Kunst fürs Bilderbuch

Einmal mehr gelingt in Rosenheim eine Zusammenführung international bedeutender Illustratoren: der australische Shootingstar der Buchkunst und Oscar-Preisträger Shaun Tan trifft auf Wilhelm Busch.

Max-Bram-Platz 2, D-83022 Rosenheim

Die Ausstellung Max, Moritz & Co. geht den männlichen Rollen im aktuellen Bilderbuch auf den Grund. Wilhelm Buschs bekannte Figuren Max und Moritz sind dabei der Ausgangspunkt für ein ganzes Spektrum moderner Helden, die – im Sinne Astrid Lindgrens – warmherzig und fantasievoll die Welt bereichern, ohne die Lebenswirklichkeiten ganz auszuklammern.
Den Besucher erwarten sowohl Originalblätter vertrauter Klassiker als auch Illustrationen außergewöhnlicher Neuerscheinungen. Die Techniken der ausgestellten Werke umfassen altmeisterliche Malerei und Handzeichnungen ebenso wie farbenfrohe Collagen, Computergrafik und Cartoons.
Ein wahrhaftiger Oscar-Gewinner stellt in der Ausstellung sein Werk aus: Shaun Tan, gefeierter Shootingstar der Buchkunst und Preisträger des Oscars 2011 für den besten animierten Kurzfilm (The Lost Thing), präsentiert eine Auswahl seiner Werke, darunter auch das gleichnamige Bilderbuch sowie seine bekannten Graphic Novels. Der Australier ist weltweit für seine fantasievolle und kreative Buchkunst bekannt und bei Max, Moritz & Co. mit einer Sonderausstellung vertreten.
Zu sehen ist in der Städtischen Galerie auch bebilderte Buchkunst der gefragten belgischen Künstlerin Ingrid Godon. Die schönsten Blätter zu ihren erfolgreichsten Büchern zeigen Nikolaus Heidelbach, ein Urgestein der europäischen Bilderbuchkunst, und der Bilderbuchwissenschaftler Jens Thiele sowie die wegweisenden jungen Illustratorinnen Nadia Budde, Anke Kuhl, Philip Waechter, Linda de Haan und Stern Nijland.
Mit Max und Moritz veröffentlichte Wilhelm Busch schon im Jahr 1865 einen Meilenstein der Bilderbuchliteratur und bereitete damit sogar das Genre des Comics vor.
Die Kunstform Bilderbuch zeigt sich in Rosenheim als ein ernst zu nehmendes künstlerisches Medium, das Kunst und Literatur für große und kleine Menschen auf hohem Niveau zu verbinden vermag. Und sie sorgt für Überraschungen, wenn die Nachkommen der traditionellen Lausbuben, Prinzen und Cowboys so gar nicht mehr in ihre Klischees passen wollen.
Passend zur Ausstellung, können Teilnehmer des Rahmenprogramms gleich „sieben Streiche“ erleben. Los geht es mit einem Besuch in einer Backstube und einem Ausflug zu einem ökologischen Landbaubetrieb, um ein Leben wie im Bilderbuch zu erfahren. Weitere Höhepunkte versprechen der Bau einer Schokoladenbrücke oder das „Maikäferjonglieren“, ein Scherenschnittlabor oder die Gestaltung von Murmeln und Glasobjekten. Passend zur laufenden Ausstellung, zeigt die Städtische Galerie als Höhepunkt den Oscar-prämierten Film The Lost Thing von Shaun Tan mit anschließendem Livekonzert.

Max, Moritz & Co. – Kunst fürs Bilderbuch
bis 29. Januar 2012

Informationen

Städtische Galerie Rosenheim

Max-Bram-Platz 2, D-83022 Rosenheim

Tel. +49 (0) 80 31/365 14 47

Di–So 10–17 Uhr

staedtische-galerie@rosenheim.de

www.galerie.rosenheim.de

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