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Via Regia in Sachsen: Fluchtpunkt

Hotel Kloster Nimbschen/Grimma

„Sie sind hier am Ursprungsort der Emanzipation, Katharina von Bora war die Alice Schwarzer des Mittelalters“, augenzwinkernd erzählt Dr. Fred Urban von dem Ort, an dem er Gastfreundschaft und Kochkunst pflegt und dabei immer die historischen Wurzeln miteinbezieht. In den ehemaligen Stallungen und Scheunen des Klosters Nimbschen lädt er zu Entspannung und Gaumenfreuden ein und schlüpft auf Wunsch der Gäste gerne in sein Luther-Kostüm. Unweit des Hotels, in dem man Stille und Ruhe wie in einem Kloster, aber auch Komfort genießt, hat die Ruine von Marienthron die Jahrhunderte überstanden. 1523 floh hier Katharina, die spätere Frau des Reformators aus dem Zisterzienser-Orden.

Eine Geschichte, die Dr. Urban höchst unterhaltsam zu präsentieren weiß. „Katharina von Bora hatte sich nach ihrer Flucht aus dem Kloster in den Kopf gesetzt, Martin Luther zu heiraten. Der wehrte sich zunächst mit Händen und Füßen, er hatte keine Zeit, war sozusagen der erste Manager Deutschlands. Zwei Jahre später heiratete er die entflohene Nonne und von da an war der großmäulige, widerborstige und aufsässige Luther so klein mit Hut, wenn er nach Hause kam. Seine Frau nannte er nur ‚mein Herr Käthe‘“.

Text: Manuela Geiger

Hotel Kloster Nimbschen

Luther-Tour: halbstündige Führung in der Klosterruine

Luther-Menü: historisches Fünf-Gänge-Mahl mit zwei 30-minütigen Luther-Präsentationen

Tel. +49 (0) 34 37 99 50

www.kloster-nimbschen.de

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