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Via Regia in Sachsen:
Blicke in versteckte Ecken wagen

Hat man die geheimen Ecken Leipzigs erst einmal entdeckt, offenbaren diese all ihren Charme und Reiz.

Klack, klack, klack – rhythmisches Hufgetrampel vermischt mit lauten Rufen, von den Wänden des Innenhofs wieder und wieder zurückgeworfen, das Quietschen und Ächzen der Seilwinde, geschäftiges Hin und Her von Händen, umhereilende Burschen, vor Anstrengung keuchende Helfer, die Waren aus aller Welt verladen... Dreht man sich in Barthels Hof einmal im Kreis und betrachtet die in zartem Gelb leuchtenden Fassaden der mehrgeschossigen Häuser, die Lastenkräne im Mauerwerk der oberen Etagen und die breiten Durchgänge, die zu den Straßen auf beiden Seiten des Häusergevierts führen, kann man sich leicht den Alltag vergangener Zeiten vorstellen.

In zentraler Lage an der Via Regia und am Schnittpunkt zwischen Ost und West entwickelte sich Leipzig sehr früh zur Handels- und dann zur Messemetropole. 1507 erhielt die Stadt das Stapelprivileg, das andere Messen oder die Zwischenlagerung von Gütern in einem großen Umkreis untersagte. Zu dieser Zeit war Leipzig ein bedeutender Umschlagplatz für Pelze, Silber, Zinn, Seide und Edelsteine. Um die Waren zu lagern, baute man Durchhöfe und später Durchhäuser wie den Barthels Hof, in denen die Fuhrwerke ihre kostbare Fracht entladen konnten. Als sich die Messen vom reinen Handel zu Musterausstellungen wandelten, entstand ein System aus Passagen und Messehäusern, das heute – frisch renoviert – in seiner Geschlossenheit einzigartig ist, sich den Besuchern aber oft erst auf den zweiten Blick erschließt.

 

Hat man sie aber erst einmal entdeckt, offenbaren diese geheimen Ecken Leipzigs all ihren Charme und Reiz. Nahezu jede Passage hat ihr eigenes Flair – dort finden sich lauschige Cafés in einem schattigen Innenhof, da haben sich Kabaretts aus den Kellern geschlichen und bringen auf einer kleinen provisorischen Bühne die Gäste an den Tischen ringsum zum Schmunzeln. Mal genießt man unter freiem Himmel, mal machen überdachte Passagen das Shopping auch bei trüberem Wetter zum Vergnügen. Aber immer wird Historisches mit Modernem ergänzt, mit Leben erfüllt und von den Wänden hallt das Lachen der Menschen wider.


800 Jahre Thomana

„17 zu gebrauchen, 20 noch nicht zu gebrauchen, 17 untüchtig“, so charakterisierte Johann Sebastian Bach die Sänger des Thomanerchores, dessen Leitung er 1723 übernahm. Fast drei Jahrzehnte wirkte der Komponist in Leipzig, er schrieb hier seine bedeutendsten Werke und hinterließ den Thomanerchor, der heute weltbekannt ist. 2012 feiert die Thomaskirche mit ihrer Schule und ihrem Chor das 800-jährige Jubiläum und lädt das ganze Jahr über zu Festveranstaltungen ein.

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