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2008D-01332010D-0080-022010D-02022010D-02042010_0780Unser täglich Brot_Motiv

Von der Konserve bis zur Mikrowelle: Bitte zu Tisch!

Das Abendessen noch schnell auf dem Heimweg im ­nächst­gelegenen Supermarkt einkaufen, zu Hause in der Mikrowelle auftauen oder aus der Konserve im ­Kochtopf erhitzen – wahrscheinlich ist uns allen dieser Ablauf nicht unbekannt.

Museumsstraße 1, D-68165 Mannheim

Einfach und schnell zuzubereitende Nahrungsmittel stehen in unserer hektischen Zeit hoch im Kurs. Die Supermärkte haben für jeden das Richtige; ob Konserven oder Tiefgefrorenes, Rohes oder halb Gegartes wie auch Frisches und Exotisches aus Übersee – der Globalisierung sei Dank steht alles im Regal. Gleichzeitig folgt mit Rinderwahn, dioxinverseuchten Eiern und EHEC in den letzten Jahren ein Lebensmittelskandal auf den anderen. Die Verunsicherung wächst. Die neue Sonder­ausstellung Unser täglich Brot … Die Indust­rialisierung der Ernährung, vom 29. Oktober 2011 bis 29. April 2012 im TECHNOSEUM Mannheim zu sehen, gibt Verbraucherinnen und Verbrauchern Orientierungshilfen in dem für uns alle unübersichtlichen Geflecht globaler Nahrungsmittelproduktion.

Die Ausstellung zeigt die Entwicklung der industriellen Nahrungsmittelproduktion sowie die verschiedenen Techniken der Konservierung von Lebensmitteln: von der ersten Konserve bis zum Einweckglas am Ende des 19. Jahrhunderts und zum fertigen, tiefgefrorenen Convenience-Food-Produkt. In den 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts gab es in den USA die ersten Tiefkühlprodukte, die dann Mitte der 60er-Jahre mit den Kühlschränken auch in die deutschen Haushalte einzogen. In ­einem inszenierten Supermarkt kann man sehen, wie sich die großen Lebensmittelkonzerne den Markt aufteilen und wie komplex die Produktions- und Vertriebswege funktionieren. Vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels und wechselnder Lebensstile hat sich auch unser Essverhalten verändert. Der Wunsch nach Zeitersparnis bei der Zubereitung der Speisen war dabei ein wichtiger Motor. Immer mehr Frauen waren berufstätig, sodass die Zeit zum aufwendigen Kochen fehlte. Pa­rallel dazu entwickelte sich mit steigendem Wohlstand das Bedürfnis nach saisonaler Unabhängigkeit der Nahrungsmittel. Wieso sollte man sich nicht auch im Winter mit Erdbeeren und Sahne verwöhnen? In der Ausstellung können Besucherinnen und Besucher zudem aktiv werden: An der Riechorgel testen sie ihre Nase, und in ­einem Quiz erweitern sie die Kenntnisse über die verschiedenen Gewürze.

29. Oktober 2011 bis 29. April 2012

Massenkonsum und Hungerleid

Unser täglich Brot … setzt sich auch mit der globalen Ernährung auseinander. Obwohl wir weltweit genügend Lebensmittel produzieren, um alle Menschen satt machen zu können, hungern 850 Millionen Menschen, und 2 Milliarden Menschen sind mangel­ernährt. Die Klimaverschiebung wird dieses Problem in den nächsten Jahren noch verschärfen, da der entstehende Wassermangel die ohnehin schon trockenen Länder am härtesten trifft. Wie können wir diese Probleme lösen? Die Diskussion ist schwierig und kontrovers. Sowohl die Ausstellung als auch das umfangreiche Veranstaltungsprogramm der Ausstellung thematisieren mögliche Lösungsansätze: Setzen die einen auf weitere Ertragsteigerungen durch Gentechnologie und chemische Dünger, fordern die anderen radikale Veränderungen in unserem Verbraucherverhalten.

Informationen

TECHNOSEUM – Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim
Museumsstraße 1, D-68165 Mannheim
Tel. +43 (0) 621/42 98-9

täglich 9–17 Uhr, 24. und 31. 12. geschlossen

Buchungen: Tel. +43 (0) 621/42 98-839 oder

paedagogik@technoseum.de

www.technoseum.de

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