Klavierduo Kutrowatz © Ferry NielsenOleg Maisenberg, Foto Zwazl OHGMartin Haselböck 16 © Meinrad HoferOrchester Wiener Akademie © Meinrad HoferElisabeth Kulman © Elisabeth NovyAngelika Kirchschlager © Nikolaus Karlinsky

Celebritate sua sat notus est!

(„Durch seine Berühmtheit ­ausreichend bekannt!“ – Vermerk in Franz Liszts österreichischem Reisepass von 1840).

Die Reisetätigkeit Franz Liszts als Konzertpianist und Klaviervirtuose war gewaltig und ebenso erstaunlich. Wie kaum ein anderer Mensch und Künstler zu seiner Zeit bereiste er Europa: von Raiding über Paris bis hin zu den äußersten Ausdehnungen unseres Kontinents: Glasgow, Konstanti­nopel, Kiew, Kopenhagen und Gibraltar. Franz Liszt wurde in kürzester Zeit zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten Europas.
Das Liszt Festival Raiding geht in seine neunte Saison und feiert somit bald seinen runden Geburtstag! Als eine der weltweit wichtigsten und meistbeachteten Spielstätten für die Musik von Franz Liszt ist das Lisztzentrum Raiding nun ebenfalls „ausreichend bekannt“, berühmt und beliebt!
Das Festspieljahr 2014 bringt zahlreiche Begegnungen mit Publikumslieblingen wie Oleg Maisenberg, Lilya Zilberstein, Boris Bloch, dem Klavierduo Kutrowatz oder Angelika Kirchschlager. Eröffnet wird das Festival 2014 mit Liszt und Schubert. Für das Klavierduo Kutrowatz zählt die vierhändige Klaviermusik von Liszt und Schubert zu den wichtigsten Säulen ihres Repertoires. Gemeinsam entdecken und gestalten sie die Werke ihrer musikalischen Lebensbegleiter immer wieder neu und entführen die Zuhörer dabei in faszinierende Klangwelten. So dürfen beim Konzert unter dem Motto „à l’hongroise“ natürlich auch die Ungarischen Rhapsodien und der weltberühmte Rákóczi-Marsch von Liszt in der Originalfassung des Komponisten für Klavier zu vier Händen nicht fehlen.
Der aus Odessa stammende Pianist Oleg Maisenberg, der sich als Virtuose und Poet vor allem durch seine Feinfühligkeit auszeichnet und weltweit zu den besten Schubert-Interpreten zählt, präsentiert in Raiding die schönsten Lieder des Meisters in der Bearbeitung von Franz Liszt und eine Auswahl seiner bedeutendsten Klaviersonaten.
Erstmals zu Gast sind die internationalen Liszt-Größen Marc-André Hamelin, Gerhard Oppitz, Nikolai Lugansky, die Sopranistin Juliane Banse sowie das junge, elekt­risierend spielende Trio d’Ante. „Was für eine Leidenschaft, welch hinreißende Klangkultur, welch eine enorme rhythmische Energie!“, schreibt das Kulturmagazin Die Bühne über das Ensemble Trio d’Ante. Die drei jungen, aus Bulgarien stammenden Musikerinnen bilden seit nunmehr zehn Jahren ein Klaviertrio der Extraklasse und überzeugen als erste Preisträger von internationalen Wettbewerben mit idealer Klangbalance, bahnbrechender Virtuosität und spektakulärer Bühnenpräsenz. Neben drei exemplarischen Werken Franz Liszts, die in der Fassung für Trio geradezu orchestrale Dimensionen erreichen, bildet das mitreißende und zugleich zutiefst berührende Klaviertrio in d-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy die perfekte programmatische Ergänzung.
Die Liszt MaraTöne sind längst zu einem Geheimtipp, aber auch zu einem Markenzeichen des Liszt Festivals geworden. Passio­nierte Liszt-Fans kommen an diesem Abend voll auf ihre Rechnung: Drei junge exzellente und international vielfach ausgezeichnete Pianistinnen garantieren einen Klavierabend der Sonderklasse und bieten ­einen Querschnitt durch das Klavierschaffen Franz Liszts, das in dieser Form wohl weltweit einzigartig und nie da gewesen ist. Zu hören sind die sensible und ausdrucksstarke Japanerin Eri Mantani, die charismatische Pianistin Susanna Kadzhoyan, die aus Taschkent, der Hauptstadt Usbekistans, stammt, sowie die gleichermaßen einfühlsam wie temperamentvoll auftretende Italienerin Vanessa Benelli Mosell. Gemeinsam ist ihnen allen, dass sie trotz ihres jugendlichen Alters bereits weltweit ihr Pub­likum begeistern und eine besondere Vorliebe für und bedingungslose Hingabe an das monumentale Klavierwerk von Franz Liszt in ihrem Herzen tragen.
Die Erfolgsgeschichte der Wiener Akademie unter ihrem lisztomanischen Dirigenten Martin Haselböck wird mit inte­ressanten Querverbindungen zu Schubert und Gluck fortgesetzt: Neben der epochalen Faust-Symphonie bringen die international gefeierten Sänger Bernarda Bobro und Julian Prégardien dabei Liszts Orchesterlieder aus Schillers Wilhelm Tell, die Lorelei sowie die berühmtesten Schubert-Transkriptionen in der selten zu hörenden Orchesterfassung zur Aufführung.
Ebenso steht mit Orfeo ed Euridice die meistgefeierte Oper von Christoph Willibald Gluck, der 2014 seinen 300. Geburtstag feiert, in der Weimarer Fassung von Franz Liszt mit den Solistinnen Elisabeth Kulman, Eva Liebau und Christina Stegmaier auf dem Programm.
Daneben beleben Phil-Blech, das sensa­tionelle Blechbläserensemble der Wiener Philharmoniker, das Ensemble Die Tanzgeiger sowie der großartige Chorus sine nomine mit einzigartigen Konzertprogrammen das Liszt Festival 2014.

LISZT FESTIVAL RAIDING 2014
20. bis 23. März
13. bis 15. Juni
18. bis 22. Juni
22. bis 26. Oktober

Informationen

Liszt Festival Raiding

Intendanz: Johannes & Eduard Kutrowatz

Lisztstraße 46, A-7321 Raiding

Tel. +43 (0) 26 19/51 0 47

raiding@lisztzentrum.at

http://www.lisztfestival.at

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