Keramikkrippen aus der SlowakeiKeramikkrippen aus der SlowakeiKeramikkrippen aus der SlowakeiKeramikkrippen aus der Slowakei

Kalßkrippe und Keramikkrippen aus der Slowakei im Stadtmuseum Bad Ischl

Neben der Kalßkrippe zeigt das Museum der Stadt Bad Ischl in diesem Jahr die Ausstellung Betlehemy. Keramikkrippen aus der Slowakei.

Adam und Eva wurden gemäß der biblischen Schöpfungsgeschichte aus Lehm geschaffen. In der Slowakei gelten sie als Patrone der Töpfer und Keramikkünstler. Ihren Namenstag feiert die Kirche am 24. Dezember, dem Abend vor dem Weihnachtsfest, an dem die Jungfrau Maria den Sohn Gottes geboren hat.
Und jedes Jahr wird das Geschehen der Heiligen Nacht aufs Neue lebendig. Besonders anschaulich wird die Geburt Jesu in den Weihnachtskrippen (slowakisch betlehemy) dargestellt. Alle hier ausgestellten Krippen sind aus Keramik. Sie wurden geschaffen von Viliam Bázlik, Ignác Bizmayer, Drahoslav Chalány, Jozef Franko, Maria Hanusková und Oskar Hanusek, Ferdiš Kostka, Júlia Kováčiková-Horová, Dagmar Kratochvílová, Marián Liška, Peter Lužák und Tatjana Homolayová, Ján Pečuk, Kornélia Püssová, Jana Randušková und Leopold Velan.
In der westslowakischen Volkskunst hat die Fayence (slowakisch majolika) eine lange Tradition. Eine zumeist weiße oder blaue Grundglasur wird mit einem Pinsel in bunten Farben von intensiver Farbkraft fein bemalt.
Manche Hersteller von Fayencen (slowakisch dzbankary) versetzen das weihnachtliche Geschehen in ein slowakisches Ambiente. Die Krippen aus Einzelfiguren sind ausdrucksstark und können immer aufs Neue zu einer Anbetungsszene komponiert werden. Für einige Keramiker bietet die Mulde eines breitrandigen Tellers den idealen Hintergrund für die feierliche Szene der Geburt Jesu. Die Krippe eines unbekannten Künstlers hat die Form eines dreiteiligen Flügelaltars. Einen Höhepunkt im ostslowakischen Weihnachtsbrauch war das Eintreffen der Weihnachtssänger, der sogenannten „kolednici“. Die drei Hirten führen eine tragbare Krippe mit sich und berichten in ihren Liedern und Tänzen von der Geburt Christi.
Diese Ausstellung wurde im Rahmen eines EU-geförderten Projekts im Jahr 2011 im Österreichischen Museum für Volkskunde in Wien zusammengestellt. Im Jahre 2012 war sie im Ethnografischen Museum Ljubljana zu sehen.
29. November 2013 bis 2. Februar 2014

Informationen

Museum der Stadt Bad Ischl

Esplanade 10, A-4820 Bad Ischl

Tel. +43 (0) 61 32/25 4 76

Mi 14–19 Uhr, Do–So 10–17 Uhr

17. Dezember bis 6. Januar durchgehend geöffnet, 24. und 31. Dezember 10–14 Uhr

ab 7. Januar Fr–So 10–17 Uhr

info@stadtmuseum.at

http://www.stadtmuseum.at


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