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Foto zu: Fremde im Visier. Fotoalben aus dem Zweiten Weltkrieg


Fremde im Visier. Fotoalben aus dem Zweiten Weltkrieg

23. Sept. bis 14. Nov. 2010
Die Ausstellung zeigt die Blicke deutscher Soldaten auf fremde Menschen, Landschaften und Kulturdenkmale in den besetzten Ländern.

Nicht nur die Motive und Bildästhetik der Fotos spielen eine wichtige Rolle, sondern auch der Einfluss der Kriegspropaganda auf die Amateurfotografie der Soldaten.
Rund 150 Fotoalben von ehemaligen Wehrmachtsangehörigen aus Norddeutschland, sowie Alben aus Museen, Archiven und privaten Beständen bilden die Basis der Ausstellung. Sie ist das Ergebnis eines Forschungsprojekts an den Universitäten Oldenburg und Jena.
Hinter den scheinbar harmlosen Fotos des militärischen Alltags und den touristischen Blicken auf die besetzten Länder scheinen Unsicherheit und Angst, aber auch Gewalt und Zerstörung des Vernichtungskriegs auf. Anordnung und Kommentierung der Fotos im Album verweisen auf die subjektiven Kriegserinnerungen der Soldaten. Sie machen deutlich, wie der Krieg gesehen wurde, nicht, wie er war.

Zu sehen sind Originalalben, Schwarz/Weiß-Reproduktionen, Dia- und Filmprojektionen sowie Zeitzeugen-Interviews. Sie bietet Lesarten und Sichtweisen für ein tieferes Verständnis dieser Fotoarchive an, die – oft verheimlicht – in Schränken und Schubladen aufbewahrt, nun über die Erbengeneration in ihrem Kontext betrachtet werden wollen.
Mit dieser Ausstellung wird in Deutschland erstmalig die Ästhetik der privaten Kriegsfotografie im Zusammenhang ihrer Entstehungsbedingungen thematisiert.

Eine eigene Abteilung stellt Alben thüringischer Soldaten vor, die 2009/2010 dem Jenaer Stadtmuseum zur Verfügung gestellt und ausgewertet wurden.

Details zur Spielstätte:
Markt 7, D-07743 Jena

Veranstaltungsvorschau: Fremde im Visier. Fotoalben aus dem Zweiten Weltkrieg - Stadtmuseum & Kunstsammlung Jena

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