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Foto zur Ausstellung Michael Nitsche


Michael Nitsche

29. Mai bis 15. Aug. 2010
Zu sehen sind Skulpturen und Zeichnungen des ungewöhnlichen Künstlers.

Michael Nitsches figürliche Plastiken sind Montagen aus gebrauchten und ausrangierten Materialien. Kunstpelze, Altkleider, Stofftierreste, Schädel und Geweihe bilden die Grundlage, aus denen der Künstler hybride Wesen formt, die in der Regel abschließend mit Paraffin übergossen werden und dadurch einen eigenwilligen festflüssigen Ausdruck bekommen.
Die Plastiken entziehen sich jeder Verortung. Sind es fantastische Wesen aus dem Reich der Träume, bildnerisch-kritische Projektionsflächen für ethische Grundsatzdiskussionen oder erfindet Michael Nitsche hier sein ganz privates Bestiarium? Egal, wo die Ursprünge wuchern, seine Skulpturen und Zeichnungen gehören zu den originellsten Leistungen der deutschen Gegenwartskunst. Sie kokettieren mit widersprüchlichen Realitäten, irritieren durch veränderte Proportionen, spielen mit den Gegensätzen von Größe und ihrer gleichzeitigen Verletzlichkeit. Diese eklektischen, unordentlichen und hybriden Skulpturen spiegeln eine fragmentierte und gleichzeitig von materiellem Überfluss bestimmte Welt, die von einem nervösen Gefühl der Paranoia bestimmt wird. Das New Museum in New York nannte diese bildhauerischen Formen unlängst „Unmonumental“, womit weniger ein Stil als ein Haltung angedeutet wird.
Michael Nitsche studierte an der HBK Braunschweig und schloss sein Studium 1989 als Meisterschüler ab. Seine Werke wurden in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen gezeigt.

Details zur Spielstätte:
Markt 7, D-07743 Jena

Veranstaltungsvorschau: Michael Nitsche - Stadtmuseum & Kunstsammlung Jena

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