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Ernst Ludwig Kirchner, Ohne Titel (Fränzi und Marcella im Atelier), um 1920, Olbricht Collection


Der Blick auf Fränzi und Marcella - Zwei Modelle der Brücke-Künstler

6. Feb. bis 1. Mai 2011
Die Ausstellung ist den beiden Lieblingsmodellen der „Brücke“-Maler, Fränzi und Marcella, gewidmet und stellt zahlreiche Zeichnungen, Aquarelle und Gemälde vor, zu denen sie Modell standen. Die beiden Mädchen spielten mit ihrer jugendlichen, unbekümmerten Lebhaftigkeit eine wichtige Rolle für die Weiterentwicklung der Kunst von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Max Pechstein.

Allein aus der Entscheidung für diese Modelle, die „keine Berufsmodelle waren und daher Bewegungen ohne Atelierdressur verbürgten“, spricht die grundsätzliche Ablehnung jedweder akademischer Malerei der „Brücke“-Maler. Mit Fränzi und Marcella lösten die Künstler sich von der langsamen Ölmalerei, begannen mit verdünnter Farbe Gemälde von schwebender Leichtigkeit zu malen und entwickelten aus dem Studium der Bewegung heraus eine neue Formensprache. Sie portraitierten sie nicht als Personen sondern als Typus für Kindheit, Beweglichkeit und Jugend. Die Lebenswege von Fränzi Fehrmann und Marcella Sprentzel, deren Nachnamen und Biografien erst kürzlich in akribischer Forschungsarbeit herausgefunden wurden, werden im Katalog zur Ausstellung nachgezeichnet. Damit rückt auch das soziale Umfeld und kulturelle Denken der „Brücke“-Maler in den Blick.

Details zur Spielstätte:
Friedemann-Bach-Platz 5, D-06108 Halle (Saale)

Veranstaltungsvorschau: Der Blick auf Fränzi und Marcella - Zwei Modelle der Brücke-Künstler - Stiftung Moritzburg - Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt

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