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Bild: Jephtha


Jephtha

17. Nov. 2011
Wegen seiner unehelichen Herkunft wird Jephta nach dem Buch Richter des Alten Testaments von seinen Halbbrüdern aus Gilead verstoßen, vom Volk Israel aber zum Heerführer auserkoren. Bevor er in den Kampf gegen die Ammoniter zieht, die das Land der Israeliten besetzt halten, legt er ein Gelübde ab. Was immer als erstes aus seinem Haus komme, will er dem Herrn als Brandopfer darbringen.

Iphis, die Tochter Jephtas, die als erste das Haus verlässt, wird auf Geheiß eines Engels aber nicht geopfert, sondern dient fortan Gott als jungfräuliche Priesterin. Damit war der rächende Gott des Alten Testaments vom Librettisten Reverend Thomas Morell in Übereinstimmung mit der anglikanischen Theologie durch einen gütigen Gott ersetzt worden. Händel hatte nach einer viermonatigen Reise auf den Kontinent den vielseitig begabten Morell um ein Libretto gebeten. Die Arbeit am Oratorium erstreckte sich wegen Händels Augenleiden auf acht Monate und er griff auf Sätze anderer Komponisten zurück, die er auf seiner Reise kennengelernt hatte. Die Erstaufführung war 1752 die letzte Premiere eines neu komponierten Werkes, die Händel selbst dirigierte. Noch im selben Jahr erblindete Händel völlig und Jephta blieb sein letztes Oratorium.

Oratorium in drei Akten (1752)
Musik von Georg Friedrich Händel (1685-1759)
Libretto von Thomas Morell

Besetzung:

Musikalische Leitung: William Christie
Iphis: Katherine Watson
Storge: Kristina Hammarström
Jephtha: Kurt Streit
Zebul: Neal Davies
Orchester: Les Arts Florissants

Details zur Spielstätte:
Linke Wienzeile 6, A-1060 Wien

Veranstaltungsvorschau: Jephtha - Theater an der Wien - Das neue Opernhaus

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