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Orlando furioso


Orlando furioso

22. Okt. 2011
Erst vom Wahnsinn befreit, kann der Ritter Orlando, der „rasende Roland“, das wahre Glück der Liebe erkennen. Die Geschichte auf der Zauberinsel Alcinas bezieht ihren Stoff aus dem Sagenkreis um Ritter Roland, der von seiner Geliebten zurückgewiesen wird und daraufhin den Verstand verliert.

Mit seiner ersten musikalischen Auseinandersetzung Orlando finto pazzo nach Ariosts Versepos Orlando furioso hatte Vivaldi 1713 als Direktor des Teatro Sant’Angelo in Venedig aber einen Misserfolg erlitten.
Im Dezember 1727 sah der Spielplan erneut eine Bearbeitung Vivaldis desselben Stoffes vor. Orlando furioso scheint erst spät in das Programm aufgenommen worden zu sein, zeigt doch Vivaldis teilweise erhaltene autographe Partitur alle Anzeichen großer Hast, selbst für eine obligate Widmung fehlte die Zeit. Das Libretto übernahm Vivaldi von Giovanni Alberto Ristoris erfolgreichem Orlando furioso aus dem Jahr 1713. Die Rolle des Titelhelden, 1713 noch eine Basspartie, schrieb Vivaldi eigens für die venezianische Sängerin Lucia Lancetti und zeigte einmal mehr seine Fähigkeiten als geborener Klangmaler und stellte das konventionelle Formenschema des barocken Dramma per musica besonders in den Szenen von Orlandos zunehmender geistigen Umnachtung in den Dienst der psychologischen Charakterisierung.

Dramma per musica in drei Akten (1727)
Musik von Antonio Vivaldi
Libretto von Grazio Braccioli

Besetzung

Musikalische Leitung: Jean-Christophe Spinosi
Alcina: Renata Pokupic
Bradamante: Kristina Hammarström
Ruggiero: Iestyn Davies
Medoro: Daniela Pini
Angelica: Veronica Cangemi
Astolfo: Christian Senn
Orchester: Ensemble Matheus

Details zur Spielstätte:
Linke Wienzeile 6, A-1060 Wien

Veranstaltungsvorschau: Orlando furioso - Theater an der Wien - Das neue Opernhaus

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