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Showcase 3

21. Juni 2014
Auch dieses Jahr bietet das Theater Drachengasse den Gruppen, die nicht für das Finale von Romeo und Julia sind tot. ausgewählt wurden, ihr Projekt aber dennoch gerne entwickeln und zeigen wollen, eine Auftrittsmöglichkeit im Rahmen der Showcases an. 14 Gruppen haben sich angemeldet.

Programm:

Die Sehnsucht an der wir sterben müssen
Wir kennen es alle. Zu viele Möglichkeiten, was wollen wir. Zu schnell verlieren wir uns im Kampf mit uns selbst und den äußeren Gegebenheiten einer zerstörten Gesellschaft. Eine bedingungslose Liebe wie bei Romeo und Julia ist in Frage zu stellen. Doch was erwarten wir von uns? Was erwarten wir von der Liebe? Welche Sehnsüchte treiben den Menschen in die absolute Hoffnungslosigkeit, in der ihn nichts erwartet, als den Tod? Verloren in einer Gesellschaft, in der alles möglich ist, beschäftigt man sich vor allem mit sich selbst.Doch wo sind die Probleme? Was passiert in uns, dass wir unsere Liebe nicht leben können?
Diese Fragen versucht das Stück Die Sehnsucht, an der wir sterben müssen zu ergründen. In einer speziell für den Showcase gekürzten Fassung wird fragmentarisch Situation und Emotion der Protagonistin A theatral inszeniert, um zu verstehen, welche Hürden heute zwischen uns und der Liebe bestehen.
Von und mit: Stefan Schweigert, Liliane Zillner

Starcrossed
Sophie und Peter könnten bis an ihr Lebensende glücklich zusammen sein. Doch der Wizard, ein postmoderner Anti-Amor, stellt ihre Liebe in den Kontext risikogesellschaftlicher Lebensverhältnisse. Zwar zeigt er auch Möglichkeiten auf, sich durch Hinterfragung intersexueller Konventionen von individuellen Ängsten zu lösen und sich nach der Dekonstruktion ehrlich liebevoll zu begegnen. Doch haben Sophie und Peter überhaupt den Mut und das Interesse für dieses Kennenlernen?
Von und mit: Hanna Binder, Franz Josef Danner, Sarah Strauss, Stefan Opeker, Lisa Niederwimmer, Clara Gallistl

Was wäre wenn/ es hätte echt.
Was wäre wenn der Pastor Romeo in den Plan eingeweiht hätte? Möchten Sie manchmal in ihre Lieblingsfilme hineinbrüllen: „Das ist eine blöde Idee, mach das nicht!“ Möchten Sie das auch manchmal in das Ohr eines guten Freundes oder in ihr eigenes hineinbrüllen? Und niemand hört auf sie? Nicht die Julia auf der Bühne, nicht die Julia im Kaffeehaus, noch nichtmal die Julia im Spiegel? Kein Problem. Wir machen das für Sie. Wir spielen alle Stücke, alle Situationen, alle Clichées, die sie wollen, wir genügen ihren unmöglichen Ansprüchen, wir reparieren das. Sie müssen uns nur sagen, was.
Text, Regie, Schauspiel: Anna-Sophie Fritz, Lina Hoppe

Kebab mit alles
Romeo und Julia mögen tot sein – die Herausforderungen, die das Leben stellt und an denen sie gescheitert sind, sind es nicht. diese Probleme haben die Zeit überdauert. Die Liebe als seelische Klammer des Lebenslaufs ist nicht einfach. – besonders nicht, wenn sie ganz einfach ist. Es scheint bloß so. Der Trick ist schlicht: You have to make it, look easy. Aber eben dann, wenn es ganz einfach scheint, wird es komplex bis kompliziert. Weder Romeo, noch Julia können die Welt retten, geschweige denn ändern. Das wissen sie. Aber sie mühen sich, ihre gemeinsame Welt nach Vorstellungen einzurichten, die sie in Treue zu ihren Persönlichkeiten gestalten wollen. Vielleicht gelingt es ja! Romeo und Julia müssten nicht tot ein. Mag sein, sie haben so einiges überlebt. Ihre Liebe hat es.
Die Frage, die Benvolio Romeo stellt – : beschwor sie der Enthaltsamkeit gesetzte? – soll beantwortet werden. denn – : sie tat`s, und dieser geiz vergeudet schätze!
Text, Regie: Hannes Hawlicek
Es spielen: Jana Waldhö, Thomas Bauer

Romeo und Julia sind tot … doch ihre Liebe lebt ewig
Eine vampirische Neufassung frei nach Shakespeare von Dionyso di Kinski – 2 Szenen
In der ersten Szene überrascht Paris den am Grab Julias trauernden Romeo und wird von dem Vampir getötet. Romeo und Julia, durch den Kuss des Geliebten erweckt und unsterblich gemacht, werden von Tybalt überrascht und im Sarg eingeschlossen. Zu Beginn der zweiten Szene wartet Thisbe vor dem Denkmal von Romeo und Julia auf ihren säumigen Pyramus. Auf der Flucht vor einem Tiger verliert sie ihren Schal und flüchtet in die Höhle, in die Tybalt vor Zeiten den Sarg von Romeo und Julia gebracht hat (die Nägel der Verschlüsse hat die Zeit zerfressen). Als Pyramus den blutigen Schal sieht, ist er zunächst verzweifelt, findet aber wenig später Thisbe in der Höhle. Durch das Blut Thisbes erwachen Romeo und Julia zum Leben. Die Furcht vor dem Vampir und dem Tier wandelt sich in Zuneigung und innige Verbundenheit; der Tiger und die beiden Liebespaare erscheinen am Ende der Szene harmonisch und lebendig in einem ekstatischen Tanz vereint.
Gruppe: Dionyso di Kinski und die Symphonie der Liebe
Text, Regie: Dionyso di Kinski
Es spielen: Szene 1: Dionyso di Kinski, Sahar Raie, Max Schneider, Peter Bosch Szene 2: Jonathan Held, Clarissa Hofensitz, Yasmin Dastagir

Details zur Spielstätte:
Fleischmarkt 22, A-1010 Wien

Veranstaltungsvorschau: Showcase 3 - Theater Drachengasse

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