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Stalins Heiliger 


Stalins Heiliger

12. Mai bis 14. Juni 2014
Wie viele Götter gibt es? Einen Urgroßvater-Gott. Einen, der das Land rettet. Einen, der Gebete erhört. Einen, der durch die Musik die Herzen aufbricht. Einen Gott wie einen Interrogator, der in den Himmel heben oder vernichten kann?

Ein junger Mann mit zarten Pianistenhänden und starken oppositionellen Gefühlen glaubt nicht an Gott und nicht an Russland. Sein persönlicher Heiliger ist sein Urgroßvater, selig gesprochenes KGB-Opfer. Mit Spraydosen bewaffnet, dringt er in die Ausstellung „Achtung, Religion!“ ein.

Ein gefundenes Fressen für den Interrogator, der ihm 40 Jahre voraus hat. 40 Jahre und damit die Fähigkeit, über dem Spiel der Emotionen zu stehen. Denn Menschen und Emotionen sind flüchtig, nur das Land überdauert. Und so rinnt auch die Empörung des jungen Mannes, als der Interrogator ihn zum Verteidiger der russischen Ehre machen will, an ihm ab wie Spucke an der Glasscheibe.

von Katharina Tiwald
Regie: Alexander Medem
Bühne, Kostüm: Katharina Heistinger
Uraufführung, Eigenproduktion Theater Drachengasse

Details zur Spielstätte:
Fleischmarkt 22, A-1010 Wien

Veranstaltungsvorschau: Stalins Heiliger - Theater Drachengasse

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