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Das Rheingold von Richard Wagner, Aalto MusiktheaterDas Rheingold von Richard Wagner, Aalto MusiktheaterDas Rheingold von Richard Wagner, Aalto Musiktheater


Das Rheingold

15. April bis 20. Juli 2011
„Ein so lustvoll perfekt im Detail durchgeformtes ‚Rheingold′, das eine kaputte Welt im Ganzen ins Visier nimmt, hat man lange nicht zu sehen bekommen! Obendrein stimmt die musikalische Qualität. Denn hier glänzt ein erstaunlich geschlossenes Ensemble. Packendes Musiktheater im besten Sinne.“ (Wiener Zeitung)

Musikalische Leitung Stefan Soltesz
Inszenierung Tilman Knabe
Bühne Alfred Peter
Kostüme Kathi Maurer

Der als Revolutionär steckbrieflich gesuchte sächsische Kapellmeister Richard Wagner floh 1849 aus Deutschland. In seinem Gepäck führte er ein Textbuch über „Siegfrieds Tod“ mit sich. Darin werden die Götter noch erlöst. Die nur knapp skizzierte Vorgeschichte verlangt nach Entfaltung: Am Ende sind es vier abendfüllende Werke. Wagner orientiert sich zum einen an der isländischen „Völsunga Saga“ (weshalb er Siegfrieds Eltern einen ganzen Abend widmen muss), kombiniert diese Geschichte von Liebe und Verrat unter Menschen dann aber mit der Erzählung vom Untergang der Götter, wie er sie in der „Edda“ vorfand: Das Ende einer Epoche, das Verschwinden der ehemals fast Allmächtigen dämmert herauf, neue Kräfte greifen nach der Macht, Verträge, Gesetze, alte Übereinkünfte werden über Bord geschmissen. Ängste und Ungewissheiten werfen Schatten auf das Geschehen. „Das Rheingold“ erzählt von diesen Verwerfungen: Den Göttern mit Wotan an der Spitze stehen die Nibelungen – unterirdisch hausende, rastlos arbeitende Nachtalben – und die Riesen gegenüber. Alte Spannungen blitzen immer wieder auf. Über die Nibelungen herrscht Alberich durch die Macht des Goldes (deren Symbol der Ring ist) und strebt die Weltherrschaft an. Wotan, der auf der Erde einen Frieden mit den Riesen zustande gebracht hat, meldet seinen Herrschaftsanspruch an. Die Götterburg als dessen sichtbares Zeichen findet ihre – auch musikalische – Entsprechung im Ring. Die Arbeit mit wiederkehrenden und sich ständig verändernden Motiven, aus denen Wagner seine vieldeutige Partitur entwickelt, weist dem Orchester eine völlig eigenständige Rolle zu: Die vordergründige Handlung wird ergänzt durch Unausgesprochenes: Ahnungen und Erinnerungen, Ängste und Irritationen. Was bei den Nibelungen geschieht, ahnt Wotan auf lichten Höhen; das Ende der Götter leuchtet in den ersten Takten schon auf. Keine unberührte Natur, keine naiven Fabelwesen, sondern Menschen, die schon eng miteinander verstrickt sind. Und sie werden nicht voneinander loskommen, Götter und Nibelungen, bis zum Ende.

Details zur Spielstätte:
Opernplatz 10, D-45128 Essen

Veranstaltungsvorschau: Das Rheingold - AALTO-MUSIKTHEATER

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