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Nabucco, v.l.n.r.: Michael Haag (Oberpriester) und Francesca Patané (Abigaille), Fotograf: Matthias JungNabucco, Chor, Bea Robein (Fenena) Fotograf: Matthias JungNabucco, Ks. Marcel Rosca (Zacharias), Fotograf: Matthias Jung


NABUCCO von Giuseppe Verdi

25. Nov. 2010 bis 10. Juni 2011
Das in archaische, alttestamentarische Zeiten entrückte Geschehen hat bis heute nichts von seiner brisanten Aktualität eingebüßt: Die leidenschaftlichen, inneren wie äußeren Konflikte um Glauben, Zweifel, Liebe, Hass, Eifersucht, Treue, Verblendung und (selbst)zerstörerisches Machtstreben sind überzeitlich und verlaufen quer zu den angeblich so festen Grenzen zwischen den Kulturen.

Musikalische Leitung Guillermo García Calvo
Inszenierung Andreas Baesler
Bühne Harald Thor
Kostüme Alfred Mayerhofer
Dramaturgie Andreas Wendholz
Choreinstudierung Alexander Eberle

Zu dem Zeitpunkt, als Giuseppe Verdi das Libretto zu „Nabucco“ von Temistocle Solera durch den Impresario der Mailänder Scala Bartolomeo Merelli angeboten bekam, wollte der junge Komponist wegen des Fiaskos seines letzten Werkes „Un giorno di regno“ eigentlich keine Opern mehr schreiben. Seinen eigenen Worten zufolge warf er daher nur einen flüchtigen Blick auf das Manuskript, wobei ihm die Zeile „Va pensiero sull’ali dorate“ ins Auge fiel: Die Verse inspirierten ihn zu dem berühmten Chor der hebräischen Gefangenen, der später zur heimlichen Hymne des Risorgimento, der Schaffung des geeinten italienischen Nationalstaates, werden sollte. Aufgrund der exotischen Farbigkeit und erfindungsreichen Vitalität der Musik, der einprägsamen Kantilenen und effektvollen Massenszenen war der Oper bei der Premiere am 9. März 1842 an der Mailänder Scala ein triumphaler Erfolg beschieden. Die Einnahme von Jerusalem durch die Babylonier setzt eine Kette von sich überstürzenden Ereignissen in den Gang: Der Hohepriester der Hebräer Zaccaria versucht sein verzweifeltes Volk im Kampf gegen den Feind zu einen; Fenena, die Tochter von Nabucco, und Ismaele, Neffe des Königs von Jerusalem, lieben einander und müssen von ihren jeweiligen Landsleuten das Schlimmste befürchten; die Sklavin und vermeintlich erstgeborene Tochter Nabuccos, Abigaille, neidet Fenena die Gunst und versucht mit Hilfe des Oberpriesters des Baal die Krone ihres „Vaters“ an sich zu reißen; und dieser verfällt, nachdem er sich zum Gott erklärt hat, in den Wahnsinn: In der Ausweglosigkeit der Situation scheint es für niemanden mehr eine Hoffnung zu geben …

Details zur Spielstätte:
Opernplatz 10, D-45128 Essen

Veranstaltungsvorschau: NABUCCO von Giuseppe Verdi - AALTO-MUSIKTHEATER

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