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Illustration Stück


Hexenhammer

19. Mai bis 5. Juli 2012
Matthias Kessler, der am TLT bereits mit MenschenMörder bewiesen hat, dass er dokumentarisches Material in spannendes Theater verwandeln kann, wendet sich nun dem Spätmittelalter in Innsbruck zu. Die Metropole in Tirol zählt zu den reichsten und bedeutendsten Städten der damaligen Welt. Und sie ist Schauplatz des ersten großen Hexenprozesses in Oberdeutschland, ein Schauprozess von bis dahin ungeahnter Größe. Er ist Teil der Entstehungsgeschichte eines der gefährlichsten Bücher der Menschheit, des Hexenhammers.

Schauspiel von Matthias Kessler
Tiroler Dramatikerfestival

Sein Autor, der Dominikaner-Prior, unter seinem bürgerlichen Namen Heinrich Kramer bekannt, hat von Papst Innozenz VIII. den Titel des Inquisitors erhalten – und die Bulle Summis Desiderantes Affectibus. Dieses Rechtsinstrument des Stellvertreters Gottes auf Erden berechtigt ihn, einen gnadenlosen Kampf gegen die Hexen und Ketzer zu führen. Kramer nimmt seine Aufgabe mehr als ernst. Er predigt in jeder wichtigen Kirche von Brixen bis Innsbruck über das Aufspüren von Hexen. Der Erfolg: Befragungen, Verhöre und bald mehr als 50 Verdächtige. Doch all diese Fälle erscheinen dem Inquisitor für seinen großen Prozess zu gering. Er will mehr. Und er nimmt es sich. Obwohl die Herrscher in Innsbruck ihr Volk vor der Inquisition bewahren wollen und obwohl es eifrige Verteidiger gibt, stehen bald sieben Frauen vor Gericht, die Dinge geraten mehr und mehr außer Kontrolle und alles Geschehen spielt der Inquisition in die Hände.
Nur eine bietet Kramer dabei wirklich die Stirn: die schöne und selbstbewusste Helena Scheuberin. Auf den Stufen der prächtigen Innsbrucker Pfarrkirche hält sie seinem stechenden Blick stand, spuckt vor ihm auf den Boden und beschimpft ihn:
PFUI TEUFEL, DU BÖSER MÖNCH, DU SOLLST IN DIE HÖLLE FAHREN.

Details zur Spielstätte:
Universitätsstraße 1, A-6020 Innsbruck

Veranstaltungsvorschau: Hexenhammer - Tiroler Landestheater - Kammerspiele

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