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Eugen Onegin

24. Jan. 2009
Ohne die üblichen Theatereffekte schildert Tschaikowski die Herzensnöte russischer Adliger und zeichnet mit seiner Musik einfühlsame Portraits der Figuren zwischen lyrischer Beseeltheit und leidenschaftlicher Ekstase.

„Ich halte Ausschau nach einem intimen, aber kraftvollen Drama, das aufgebaut ist aus dem Konflikt von Umständen, den ich selbst erfahren und gesehen habe, einem Konflikt, der mich wirklich berührt. Dabei verschmähe ich nicht das phantastische Element; denn es kennt keine Hindernisse, weil das Reich der Phantasie keine Grenzen hat“, schrieb Tschaikowski in einem Brief. Und tatsächlich konnte er auf ein entsprechendes persönliches Erlebnis zurückgreifen: Seine Schülerin Antonina Miljukowa erklärte ihm 1877 in mehreren Briefen ihre Liebe. Tschaikowski heiratete sie überstürzt, verließ seine Frau jedoch schon wenige Wochen später für immer. Auf ausgedehnten Reisen durch Italien und die Schweiz vollendete er seine vierte Oper, Eugen Onegin, die, 1879 in Moskau uraufgeführt, seine populärste Oper werden sollte.
Eine Nacht hindurch schreibt Tatjana einen Liebesbrief an den Gutsbesitzer Eugen Onegin, einen Freund Lenskis, des Verlobten ihrer Schwester Olga. Onegin weist sie jedoch zurück. Bei einem Ball brüskiert er seinen Freund, indem er mit Olga tanzt. Lenski fordert ihn daraufhin zum Duell, bei dem er stirbt. Onegin geht ins Ausland und begegnet Jahre später, wiederum auf einem Fest, Tatjana, die inzwischen vorteilhaft mit Fürst Gremin verheiratet ist. Onegin gesteht ihr nun seine Liebe, doch sie schickt ihn fort, obwohl sie ihn immer noch liebt.

Details zur Spielstätte:
Rennweg 2, A-6020 Innsbruck

Veranstaltungsvorschau: Eugen Onegin - Tiroler Landestheater - Großes Haus

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