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Die Entführung aus dem Serail


Die Entführung aus dem Serail

12. Juni 2010 bis 13. Sept. 2012
Mit der "Entführung aus dem Serail" schuf Mozart eine gefühlvolle und mitreißende Oper, die tief in die Psychologie menschlicher Beziehungen eindringt.

Die junge deutsche Regisseurin Helen Malkowsky inszeniert das erste erfolgreiche deutsche Singspiel, das 1782 im Wiener Burgtheater als Auftragswerk des Kaiserhauses uraufgeführt wurde, nun an der Volksoper.

"Die Entführung aus dem Serail" hatte Schablonen wie die "Türkenmode" zu bedienen und der Idee des Auftraggebers Joseph II. über ein "Nationalsingspiel" zu entsprechen. Das Textbuch Johann Gottlieb Stephanies entsprach den Gattungskonventionen, unterschied zwischen einem "hohen" und einem "niederen" Paar, karikierte in der Figur des Osmin den Türken, wie man ihn sich 100 Jahre nach der letzten Türkenbelagerung vorstellte, und idealisierte die Herrschergestalt des Bassa Selim. Doch Mozarts Genie verstand es, die Vorgaben und Konventionen zu erfüllen und gleichzeitig zu unterlaufen. Mit der "Entführung aus dem Serail" formte er ein überragendes Opus, in dem er tief in die Psychologie menschlicher Beziehungen eindrang. Durch die äußere Fassade von Moral und Unerschütterlichkeit hindurch eröffnet er einen Blick auf das komplexe Innenleben seiner Figuren. Vier junge Menschen werden aus ihrem wohlgeordneten Leben gerissen und sehen sich mit der Notwendigkeit konfrontiert, in der fremden Umgebung eines Serails alles in Frage zu stellen, was bisher selbstverständlich erschien.

Details zur Spielstätte:
Währingerstraße 78, A-1090 Wien

Veranstaltungsvorschau: Die Entführung aus dem Serail - Volksoper Wien

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