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Bagdad brennt (Baghdad burning)

22. bis 31. Jan. 2009
Eindringliches und politisch brisantes Zeugnis über ein Zuhause, das zur Kampfzone wurde.

Wie fühlt sich der Krieg an, wenn man mitten drin steckt und ihn nicht via TV aus sicherer Entfernung miterlebt?

Sie ist Irakerin und vierundzwanzig, als sie im August 2003 beginnt, unter dem Pseudonym „Riverbend“ in einem Internetblog von ihrem Leben in Bagdad unter der amerikanischen Besatzung zu berichten. Mit der Invasion der amerikanischen „Befreier“ ändert sich alles für diese gebildete junge Frau. Zuvor arbeitete sie als Programmiererin, trug Jeans und T-Shirts und hörte amerikanische Popmusik wie alle anderen auch. Es war für sie kein Widerspruch, die Nachrichten von CNN und BBC genauso zu konsumieren wie jene von Al-Dschasira und Al-Arabija. Doch dann bringt der Krieg Tod, Gewalt und Zerstörung in ihr Leben, er wirft das Land um Jahrzehnte zurück. „Riverbend“ schildert ihre subjektive, unverfälschte Wahrnehmung dieser Situation, sie protokolliert den Alltag, seine Demütigungen, Schrecken sowie Zumutungen und scheut sich auch nicht, ihre entschiedene Ablehnung der islamfeindlichen Außenpolitik der USA öffentlich zu machen.

Die Identität von „Riverbend“ wird bis heute aus Sicherheitsgründen geheim gehalten. Im Oktober 2007 verlässt sie mit ihrer Familie den Irak und lebt seitdem in Syrien. John und Peter von Düffel richteten den bemerkenswerten historischen Augenzeugenbericht für die Bühne ein. Das Volkstheater präsentiert dieses eindringliche und politisch brisante Zeugnis über ein Zuhause, das zur Kampfzone wurde, zum ersten Mal in Österreich.

Details zur Spielstätte:
Neustiftgasse 1, A-1070 Wien

Veranstaltungsvorschau: Bagdad brennt (Baghdad burning) - Volkstheater Wien

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